Gefangene helfen e.V.
„Gefangene helfen e.V.“ ist ein gemeinnütziger Verein, der sich aus ehemaligen Inhaftierten, Pädagogen, Therapeuten und Unternehmern zusammensetzt. Ziel der Vereinsarbeit ist es, insbesondere Kinder, Jugendliche und junge Erwachsene für die Folgen kriminellen Handelns zu sensibilisieren und durch gezielte Bewusstseinsbildung Straftaten, Gewalt und Mobbing vorzubeugen. Anhand persönlicher Erfahrungsberichte der Coaches werden die Auswirkungen und Konsequenzen des eigenen Handelns für die Jugendlichen nachvollziehbar und greifbar dargestellt. Dabei werden insbesondere jene Folgen thematisiert, die häufig erst erkannt werden, wenn es bereits zu spät ist, weil sie im Vorfeld nicht bedacht wurden.
Im Zentrum der Arbeit stehen Präventionsprogramme, die darauf abzielen, junge Menschen für die Konsequenzen von Gewalt, Drogenmissbrauch, Mobbing und kriminellem Verhalten zu sensibilisieren. Ein Baustein hierfür bildet die Durchführung von Präventionsunterricht an Schulen und in Jugendhilfeeinrichtungen für verschiedene Altersklassen. Thematisiert werden in den einzelnen Themenkomplexen beispielsweise Freundschaft, Sucht oder Gewalt und Mobbing, welche verständlich und alltagsnah, unter anderem mittels Rollenspielen, vermittelt werden. Im Vordergrund stehen je nach Themenkomplex die Opferperspektive und damit verbunden Fähigkeiten wie Empathie und Rücksichtnahme oder die Vermittlung grundlegender juristischer Kenntnisse, zum Beispiel ein Verständnis dafür, was unter den Begriff der „Waffe“ fällt und wann welche Art der Verteidigung eingesetzt werden darf und welche Grenzen die Verteidigung aufweist, um nicht zu einem Angriff zu werden.
Neben der Durchführung von klassischen Unterrichtseinheiten bildet das sozialfördernde Boxen für Mädchen und Jungen im Alter von zwölf bis 21 Jahren den zweiten großen Baustein der Präventionsarbeit. Durch das Training werden sportliche Aktivität und die Vermittlung sozialer Kompetenzen kombiniert und hierdurch Stress, Druck und Aggressionen abgebaut sowie die Frustrationstoleranz der teilnehmenden Jugendlichen erhöht. Es fördert zudem das Selbstvertrauen, die Disziplin und die Selbstkontrolle und vermittelt grundlegende Werte wie Fairness und Respekt.
Mit jährlich rund 1.200 erreichten Schülerinnen und Schülern in Hamburg und Schleswig-Holstein leistet „Gefangene helfen e.V.“ einen wichtigen Beitrag zur Sensibilisierung junger Menschen für die Themen Gewalt und Kriminalität. Besonders die langfristige Begleitung, etwa von der 6. bis zur 8. Klasse, erweist sich als sehr effektiv und nachhaltig wirkungsvoll. Die positiven Rückmeldungen zu den Programmen verdeutlichen nicht nur deren Wirksamkeit, sondern auch den hohen Bedarf an Kriminalitäts- und Gewaltpräventionsarbeit für Kinder und Jugendliche.
Die tragende Funktion im Verein ist unser TabuBrücken-Verbundener Henry Oliver Jakobs, der sich durch seine persönliche Erfahrung in der Kriminalität und im Strafvollzug dieser Aufgabe verschrieben hat.
Die Stiftung fördert den Verein und hat eine Verbindung zwischen dem Bremer Institut für Pädagogik und Psychologie und dem Verein geschaffen.
Mehr zu Henry Oliver Jakobs:
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Website: www.gefangene-helfen.de
Kontakt: Telefon 04531/89 261 99
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